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Das Bergwetter und die Gefahr

Frau in den Bergen bei schönem Himmel und Wetter
Schönes Wetter in den Bergen macht Spaß. Es kann aber auch anders aussehen.

Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten sich über das bevorstehende Wetter zu informieren. Das ist ein großer Vorteil für das Wandern! Dennoch ändert sich, gerade in den Bergen, das Wetter manchmal schnell. Auch Wettervorhersagen, die für über drei Tage im Voraus sind, solltest du mit Vorsicht genießen.

 

 

Als Anfänger ist es wichtig, Tage mit schönem Wetter und ohne Gewittergefahr zu wählen!

 

 

Mit der Zeit erhältst du ein Gefühl für das Wetter und erkennt Warnsignale wie schnell wachsende Quellwolken. Diese deuten oft ein Gewitter voraus. Da solltest du rechtzeitig über das Umkehren nachdenken.

Es gibt Wetter-Anzeichen, die du im Gedächtnis behalten solltest:

 

 

Berg mit Hut und das Wetter wird gut

 

Berg mit Hut wird es genannt, wenn eine Windströmung auf einen Berg trifft, angehoben wird und zu einer Wolke kondensiert. Hinter dem Berg geht die Strömung nach unten und die Flüssigkeit trocknet ab. Das sieht aus wie eine Haube um die Bergkuppe.

 

Ein solcher Wolkenhut entsteht in einer Atmosphäre, die keinen Regen oder Gewitter zulässt. Es ist ein Anzeichen für stabiles Wetter, welche mehrere Tage anhalten kann. Natürlich bestimmt es nur das Wetter vor Ort. Hinter dem nächsten Berg kann das Wetter wieder anders aussehen!

 

 

Die Föhnmauer

 

Als Föhnmauer bezeichnet man es, wenn sich eine Haube über einen Berggipfel wölbt und dahinter zu linsenförmigen Wolken wird. Dies ist ein Zeichen für schlechtes Wetter auf der anderen Seite des Berges.

 

 

Der Föhn

 

Wenn starker Wind auf einen Berg trifft, dann wird er nach oben abgelenkt. Dadurch bilden sich Wolken und damit Regen. Hinter dem Berg weht der Wind dann den Hang hinab und wird warm und trocken. Dieser Abtrieb vom Wind nennt man Föhn. Das bedeutet, dass auf der Bergseite, von der der Wind kommt, Wolken und Regen entsteht. Auf der anderen Seite des Berges ist es trocken, da der Föhn die Wolken trocknet.

 

 

Regenbogen

 

Ein Regenbogen ist ein gutes Hilfsmittel um Wetterveränderungen vorherzusagen. Dieser kann unterschiedliche Bedeutungen haben. Es kommt dabei auf die Uhrzeit an.

 

Ein Regenbogen am Morgen ist meist ein schlechtes Zeichen. Denn dann steht die Sonne im Osten und die Schauer aus dem Westen kommen. Ein Regenbogen am Nachmittag hingegen bedeutet, dass die Sonne im Westen steht. Die Schauer sind dann im Osten und ziehen meistens ab.

 

 

Wolkentürme

 

Wolkentürme entstehen meistens sehr schnell innerhalb von 10–20 Minuten. Dann kann man plötzlich am Himmel dichte weiße Wolken sehen. Hier solltest du etwas wachsam werden und einen „Plan B“ bereithalten. Sprich einen Unterschlupf in Reichweite von 30 Minuten haben, denn Wolkentürme können sich zu einem Gewitter formen. Viele von ihnen zerfallen aber auch einfach wieder.

 

 

Gewitter

 

Sollte die Wetterprognose falsch liegen und du kommst in ein Gewitter, ist das ein ungünstiges Szenario. Es ist nicht wahrscheinlich, dennoch besteht diese Gefahr. Für einen solchen Fall kannst du folgendes tun:

 

Du solltest auf jeden Fall gefährliche Stellen meiden wie beispielsweise ausgesetzte Flächen, Grate und Gipfel! Auf keinen Fall Schutz unter Bäumen suchen. (egal welche Baumsorte!)

Anfänger werden vermutlich nicht gleich einen Klettersteig begehen und entsprechende Ausrüstung dabei haben. Kommst du allerdings in eine solche Situation, musst du möglichst schnell abklettern. Denn die Stahlseilsicherung kann Blitze anziehen.

Ansonsten solltest du dir eine freie Fläche suchen. Gegebenenfalls mit kleiner Mulde und dich auf einer isolierten Unterlage in Hockstellung setzen. So eine Unterlage ist beispielsweise ein Rucksack. Dann musst du abwarten, bis das Gewitter aufhört.

 


 

 

Wenn du mehr zum Thema Wandern in den Bergen erfahren möchtest, kannst du dir gerne mein eBook dazu anschauen. Ich würde mich sehr freuen.



 

Über den Autor

 

Manuel Fiedler wurde 1996 im oberfränkischen Lichtenfels geboren. Wenn er gerade mal nicht arbeitet oder schreibt, geht er einer Vielzahl an Hobbys nach. Viele der Hobbys haben mit Sport zu tun, aber natürlich nicht alle.

 

Bei den Freizeitbeschäftigungen war er schon immer offen für Experimente. Nicht alles wurde von ihm auch auf größerer Dauer praktiziert. Das stört ihn aber gar nicht, da er es genießt immer neue Erfahrungen zu machen. Daher eignete er sich ein Wissen in den unterschiedlichsten Bereichen an. Dieses schreibt er gerne in Form von Sachbüchern nieder.

 

Nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch schlüpft er gerne in unterschiedliche Rollen. So ist das Schreiben von fiktiven Geschichten entstanden.

 

„Es ermöglicht einem, von der Realität abzuschalten, die Welt aus einer anderen Perspektive und mit anderen Augen zu erfahren und zu erleben.“ sagt Fiedler.

 

Sein größter Antrieb beim Schreiben ist es, dass Leser seine Veröffentlichungen lesen und dem etwas abgewinnen können.


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Kommentare: 1
  • #1

    Josh (Freitag, 24 Juli 2020 12:59)

    danke für die nützlichen infos ;-)