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Merz: Homophob, oder doch nicht?!

 

„Solange es nicht Kinder betrifft...“ - mit dieser Aussage geriet Friedrich Merz scharf in die Kritik. Diese Aussage wurde heiß diskutiert. Auch in meiner Diskussions-Podcast-Folge.

 

Homophobe Aussage! Oder doch nicht?

 

Anfangs vetrat ich ganz klar die Meinung, dass das eine homophobe Aussage von Merz war und gar nicht ginge. So denke ich zwar auch jetzt noch, doch an manchen Stelle, habe ich meine Meinung zu dem Thema nochmal reflektiert und feinjustiert.

Die Diskussion wurde durch diesem Kommentar von Alex Cio eröffnet.

Entgegen meiner anfänglichen Haltung, die ich in der Podcast-Folge vertreten habe, muss ich hier Alex recht geben.

Nach mehrmaligem anhören dieser Interview-Stelle, bin ich auch der Auffassung, dass Merz nicht suggerieren wollte, dass mit Homosexualität, Pädohilie einhergeht, oder bei homosexuellen Menschen häufiger vertreten ist.

Mit meinem Antwort-Kommentar an Alex, gebe ich ihm also in diesem Punkt recht.

Dennoch finde ich war es ein ganz klarer und grober Schnitzer von Merz, diese Sätze so halbkombiniert zu sagen. So kann man das eben in den falschen Hals bekommen, wie es auch sehr offensichtlich bei einer Vielzahl an Menschen passiert ist. Da beziehe ich mich auf den medialen Sturm, den diese Aussage auf Twitter ausgelöst hat.

In Schutz möchte ich ihn dennoch nicht wirklich nehmen, da er zwar zum einen, wie von mir beschrieben, auch nur ein Mensch ist und Menschen Fehler machen, er aber zum anderen ein hochrangiger Politiker, mit vermeintlichen Ambitionen auf eine Kanzlerschaft ist und er dadurch ein rießige öffentliche Verantwortung trägt. Das hätte ihm in meinen Augen einfach nicht passieren dürfen.

Ulrichs Kommentar bezieht sich auf das anfängliche Kommentar von Alex.

Er gibt ihm hier, ähnlich wie ich recht, aber auf eine ganz andere Art. Denn er dichtet interessanter Weiße, Alex hier einige Aussagen an, die Alex gar nicht in seinem Kommentar erwähnt hat und möglicherweiße überhaupt nicht vertitt.
Zum Beispiel wurde von ihm nie "linke Hetzmedien" genannt, die gar bewusst Stimmung gegen Herrn Merz machen, durch "Lügen und Manipulation". Doch genau das legt Ulrich, Alex hier in den Mund.

Mit "linken Hetzmedien" meint Ulrich in diesem Fall die BILD, da diese ja das Interview mit Merz geführt hat.

Wenn Ulrich hier die BILD, als linken Journalismus betitelt, dann möchte ich ihm entschieden widersprechen. Diese Zeitung des Axel-Springer-Verlags macht gerne Stimmung und zwar egal in welche politische Richtung. Hauptsache es bringt deren Berichten Klicks.

Da wäre ich auch schon bei dem zweiten Teil meines Kommentars, dass ich bei "Hetzmedien" teiweilse die Meinung von Ulrich teile.

Nur finde ich den Begriff "Hetzmedien", da er eben oft in Kombination mit "linken Hetzmedien" gebraucht wird und das aus meiner Sicht meistens, wie in diesem Beispiel, nicht stimmt, ziemlich schwierig. Ich würde lieber "sensationsgeile Medien" dazu sagen. Sie wollen immer einen möglichst großen Skandal, damit ihre Artikel geklickt werden.

In diesem Merz-Interview provozieren sie regelrecht diesen Skandal. Auf die anfängliche Frage, ob Merz ein Problem mit einem schwulen Bundeskanzler hätte, antwortete er lapidar mit "Nein". Daraufhin bohrt Kai Weise (Interviewer) genauer nach worauf Merz eben diesen Satz brachte. Er wollte, dass Merz etwas sagt, was für Empörung sorgt.

Das die BILD "sensations-geil" ist, wird auch bei einem Tweet von dem BILD-Kollegen Paul Ronzheimer deutlich, der diese Skandal-Provokation von Kai Weise beklatscht.

Das abschließende Kommentar von Alex bestätigt in gewisser Weiße meine Vermutung, dass Ulrich ihm hier etwas angedichtet hat mit seinem Kommentar. Es ging Alex eben nur um den Satz von Friedrich Merz und nicht um irgendeine vermeintlich mediale Stimmungsmache.

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